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Arbeitsplatzgestaltung nach Verletzungen - Folge 329
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Im heutigen Gespräch mit Ewa Brune vom Brune Sprachenservice aus Bochum ging es ganz konkret um die Begleitung eines polnischen Staatsbürgers, der einen unverschuldeten Verkehrsunfall erlitten hat. Ewa Brune kennen die Stammhörerinnen und Stammhörer des Reha-Podcasts aus Sendung 297 des „Auf geht’s - der Reha Podcast!“.
Das Unfallopfer ist Landwirt eines kleinen Bauernhofes mit Getreideproduktion in Polen. Besonders, wenn berufliche Tätigkeiten wie die Landwirtschaft betroffen sind, ist der Weg zurück in den (Berufs-) Alltag oft voller Hürden. Rehabilitation und die richtige Unterstützung sind in solchen Fällen der Schlüssel zu einem neuen Lebensabschnitt. Dieser Beitrag beleuchtet die Bedeutung der BG-Ambulanz Bremen und zeigt, wie Unfallopfer und Haftpflichtversicherungen gemeinsam die Weichen für eine erfolgreiche Rückkehr in den Beruf stellen können.
Wie die BG-Ambulanz die Arbeitsfähigkeit überprüft
Ein schwerer Unfall bringt oft nicht nur körperliche, sondern auch mentale Herausforderungen mit sich. Für den jungen Landwirt aus Polen, der in Deutschland den Unfall erlitten hat, war dies besonders spürbar. Eine Kettenverletzung, die Hüfte, Knie und Sprunggelenk betraf, stellte sein Leben komplett auf den Kopf. Im Rahmen der Rehabilitation wurde in der BG-Ambulanz in Bremen ein Assessment durchgeführt, um seine berufliche Belastbarkeit zu analysieren und anzupassen. Für Ewa Brune eine neue Erfahrung, eine solche Maßnahme zu begleiten.
Das Ziel der Assessmentmaßnahme: herauszufinden, welche Arbeiten der Betroffene noch ausführen kann und wo seine Unfallfolgen ihm Grenzen setzen. Mithilfe von Geräten, die die alltäglichen Tätigkeiten in der Landwirtschaft simulieren, wie das Heben von Lasten oder das Begehen einer Sprossenleiter, konnte seine Belastbarkeit unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden. Dieses Verfahren ermöglicht es nicht nur, die Grenzen zu erkennen, sondern auch realistische Empfehlungen für eine mögliche Arbeitsplatzgestaltung zu geben.
Die Bedeutung von individuellen Lösungen
Ein zentraler Aspekt der arbeitsplatzbezogenen und arbeitsbezogenen Arbeitsanalyse ist die Feststellung sowie die Anpassung an die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten des Betroffenen. Gerade in der Landwirtschaft, wo körperliche Arbeit oft unvermeidbar ist, spielt dies eine entscheidende Rolle. Der Landwirt durfte erfahren, dass er seine Arbeit neu organisieren muss. Pausen zu integrieren und die Belastung gleichmäßig zu verteilen sind die neuen Aufgaben des jungen Unfallopfers. Die Erkenntnis, dass er nicht stundenlang auf einem Traktor sitzen muss, sondern regelmäßig Pausen einlegen kann und muss, war für den Betroffenen ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstreflexion und Selbstfürsorge.
Die Zusammenarbeit mit Fachpersonal, wie in diesem Fall einem erfahrenen Reha-Manager, erwies sich als unverzichtbar. Die Mitarbeiter der BG-Ambulanz nahmen sich viel Zeit, um den Betroffenen nicht nur physisch zu testen, sondern auch mental auf die neuen Anforderungen vorzubereiten. Der Einsatz von Arbeits- und Ergotherapie und speziell entwickelten Geräten zur Simulation landwirtschaftlicher Tätigkeiten spielte dabei eine zentrale Rolle für die „Selbstfindung“ des Landwirts.
Die Rolle der Dolmetscher und der Kommunikation
Ein besonderes Merkmal dieses Falles war die Unterstützung durch eine erfahrene Dolmetscherin. Ewa Brune, Dolmetscherin aus Bochum, begleitete den Betroffenen sowohl während des Prozesses in Polen als auch in Deutschland. Ihre Anwesenheit war entscheidend, um eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen.
Kommunikation spielt in der Rehabilitation und den damit verbundenen Assessmentmaßnahmen eine Schlüsselrolle, besonders wenn Sprachbarrieren vorhanden sind.
Durch die Unterstützung von Ewa Brune konnte der Landwirt seine Sorgen und Wünsche offen äußern. Gleichzeitig wurden komplexe medizinische und rechtliche Fachbegriffe so übersetzt, dass sie für den Betroffenen verständlich waren. Dies förderte nicht nur die Zusammenarbeit mit dem Reha-Manager und den während der Maßnahme begleitenden Ärzten, sondern ermöglichte auch eine bessere Selbsteinschätzung der Unfallfolgen.
Ein wichtiger Schritt zur Wiedereingliederung
Für Unfallopfer wie den Landwirt ist die Rehabilitation nicht nur ein physischer Prozess, sondern auch ein emotionaler Neuanfang. Die Ergebnisse der Maßnahmen in der BG-Ambulanz Bremen verdeutlichen, dass eine arbeitsplatzorientierte Rehabilitation weit mehr ist als bloße Theorie. Sie hilft Betroffenen, realistische Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren wie Rechtsanwälten, Versicherungen und Fachärzten. Jeder trägt dazu bei, dass der Betroffene die notwendige Unterstützung erhält, um seinen Beruf – wenn auch in angepasster Form – wieder ausüben zu können.
Ein Schritt zurück ins Leben
Die Assessmentmaßnahme in der BG-Ambulanz Bremen zeigt, wie wichtig es ist, die individuellen Bedürfnisse von Unfallopfern zu berücksichtigen. Ob durch Arbeits- oder Ergotherapie, die Unterstützung von Dolmetschern oder die Zusammenarbeit mit dem Reha-Manager – jeder Baustein trägt dazu bei, dass Betroffene einen neuen Weg finden können.
Für den Landwirt bedeutete diese Maßnahme nicht nur die Erkenntnis seiner Grenzen, sondern auch die Möglichkeit, seine Arbeit anzupassen und mit einer neuen Perspektive in die Zukunft zu blicken. Reha-Manager, Dolmetscher und Fachkräfte der BG-Ambulanz haben gemeinsam gezeigt, dass Unfallopfer nicht allein gelassen werden müssen, sondern mit der richtigen Hilfe zurück ins Leben finden können.
Weitere spannende Sendung des „Auf geht’s – der Reha-Blog!“ findest du unter
Im „Auf geht’s – der Reha-Podcast!“ kannst du viele Interviews mit spannenden Menschen verfolgen. Die Sendungen findest du unter:
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Im heutigen Gespräch mit Ewa Brune vom Brune Sprachenservice aus Bochum ging es ganz konkret um die Begleitung eines polnischen Staatsbürgers, der einen unverschuldeten Verkehrsunfall erlitten hat. Ewa Brune kennen die Stammhörerinnen und Stammhörer des Reha-Podcasts aus Sendung 297 des „Auf geht’s - der Reha Podcast!“.
Das Unfallopfer ist Landwirt eines kleinen Bauernhofes mit Getreideproduktion in Polen. Besonders, wenn berufliche Tätigkeiten wie die Landwirtschaft betroffen sind, ist der Weg zurück in den (Berufs-) Alltag oft voller Hürden. Rehabilitation und die richtige Unterstützung sind in solchen Fällen der Schlüssel zu einem neuen Lebensabschnitt. Dieser Beitrag beleuchtet die Bedeutung der BG-Ambulanz Bremen und zeigt, wie Unfallopfer und Haftpflichtversicherungen gemeinsam die Weichen für eine erfolgreiche Rückkehr in den Beruf stellen können.
Wie die BG-Ambulanz die Arbeitsfähigkeit überprüft
Ein schwerer Unfall bringt oft nicht nur körperliche, sondern auch mentale Herausforderungen mit sich. Für den jungen Landwirt aus Polen, der in Deutschland den Unfall erlitten hat, war dies besonders spürbar. Eine Kettenverletzung, die Hüfte, Knie und Sprunggelenk betraf, stellte sein Leben komplett auf den Kopf. Im Rahmen der Rehabilitation wurde in der BG-Ambulanz in Bremen ein Assessment durchgeführt, um seine berufliche Belastbarkeit zu analysieren und anzupassen. Für Ewa Brune eine neue Erfahrung, eine solche Maßnahme zu begleiten.
Das Ziel der Assessmentmaßnahme: herauszufinden, welche Arbeiten der Betroffene noch ausführen kann und wo seine Unfallfolgen ihm Grenzen setzen. Mithilfe von Geräten, die die alltäglichen Tätigkeiten in der Landwirtschaft simulieren, wie das Heben von Lasten oder das Begehen einer Sprossenleiter, konnte seine Belastbarkeit unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden. Dieses Verfahren ermöglicht es nicht nur, die Grenzen zu erkennen, sondern auch realistische Empfehlungen für eine mögliche Arbeitsplatzgestaltung zu geben.
Die Bedeutung von individuellen Lösungen
Ein zentraler Aspekt der arbeitsplatzbezogenen und arbeitsbezogenen Arbeitsanalyse ist die Feststellung sowie die Anpassung an die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten des Betroffenen. Gerade in der Landwirtschaft, wo körperliche Arbeit oft unvermeidbar ist, spielt dies eine entscheidende Rolle. Der Landwirt durfte erfahren, dass er seine Arbeit neu organisieren muss. Pausen zu integrieren und die Belastung gleichmäßig zu verteilen sind die neuen Aufgaben des jungen Unfallopfers. Die Erkenntnis, dass er nicht stundenlang auf einem Traktor sitzen muss, sondern regelmäßig Pausen einlegen kann und muss, war für den Betroffenen ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstreflexion und Selbstfürsorge.
Die Zusammenarbeit mit Fachpersonal, wie in diesem Fall einem erfahrenen Reha-Manager, erwies sich als unverzichtbar. Die Mitarbeiter der BG-Ambulanz nahmen sich viel Zeit, um den Betroffenen nicht nur physisch zu testen, sondern auch mental auf die neuen Anforderungen vorzubereiten. Der Einsatz von Arbeits- und Ergotherapie und speziell entwickelten Geräten zur Simulation landwirtschaftlicher Tätigkeiten spielte dabei eine zentrale Rolle für die „Selbstfindung“ des Landwirts.
Die Rolle der Dolmetscher und der Kommunikation
Ein besonderes Merkmal dieses Falles war die Unterstützung durch eine erfahrene Dolmetscherin. Ewa Brune, Dolmetscherin aus Bochum, begleitete den Betroffenen sowohl während des Prozesses in Polen als auch in Deutschland. Ihre Anwesenheit war entscheidend, um eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen.
Kommunikation spielt in der Rehabilitation und den damit verbundenen Assessmentmaßnahmen eine Schlüsselrolle, besonders wenn Sprachbarrieren vorhanden sind.
Durch die Unterstützung von Ewa Brune konnte der Landwirt seine Sorgen und Wünsche offen äußern. Gleichzeitig wurden komplexe medizinische und rechtliche Fachbegriffe so übersetzt, dass sie für den Betroffenen verständlich waren. Dies förderte nicht nur die Zusammenarbeit mit dem Reha-Manager und den während der Maßnahme begleitenden Ärzten, sondern ermöglichte auch eine bessere Selbsteinschätzung der Unfallfolgen.
Ein wichtiger Schritt zur Wiedereingliederung
Für Unfallopfer wie den Landwirt ist die Rehabilitation nicht nur ein physischer Prozess, sondern auch ein emotionaler Neuanfang. Die Ergebnisse der Maßnahmen in der BG-Ambulanz Bremen verdeutlichen, dass eine arbeitsplatzorientierte Rehabilitation weit mehr ist als bloße Theorie. Sie hilft Betroffenen, realistische Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren wie Rechtsanwälten, Versicherungen und Fachärzten. Jeder trägt dazu bei, dass der Betroffene die notwendige Unterstützung erhält, um seinen Beruf – wenn auch in angepasster Form – wieder ausüben zu können.
Ein Schritt zurück ins Leben
Die Assessmentmaßnahme in der BG-Ambulanz Bremen zeigt, wie wichtig es ist, die individuellen Bedürfnisse von Unfallopfern zu berücksichtigen. Ob durch Arbeits- oder Ergotherapie, die Unterstützung von Dolmetschern oder die Zusammenarbeit mit dem Reha-Manager – jeder Baustein trägt dazu bei, dass Betroffene einen neuen Weg finden können.
Für den Landwirt bedeutete diese Maßnahme nicht nur die Erkenntnis seiner Grenzen, sondern auch die Möglichkeit, seine Arbeit anzupassen und mit einer neuen Perspektive in die Zukunft zu blicken. Reha-Manager, Dolmetscher und Fachkräfte der BG-Ambulanz haben gemeinsam gezeigt, dass Unfallopfer nicht allein gelassen werden müssen, sondern mit der richtigen Hilfe zurück ins Leben finden können.
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